Wir haben den Brief schon im Gottesdienst vorgelesen. Für Interessierte hier nochmals den Text.

 

Brief von Sr. Agnes Lema, der Leiterin des Waisenhauses Kalali, übersetzt aus dem Kisuaheli.

Liebe Freunde und Paten der Kinder hier im Waisenhaus der Ushirika wa Neema in Kalali.

Nehmen Sie herzliche Grüße von den Bewohnern des Waisenhauses Kalali, ganz besonders von unseren geliebten Kindern.

Zuerst und in Vertretung der Kinder bringen wir Grüße von uns allen. Vielen Dank für Ihre Fürbitte, von der wir überzeugt sind, dass Gott Ihre Bitten beantwortet, in dem er uns gute Gesundheit gibt und Frieden in unserem Leben und in unserem Heim. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Gott segne Sie sehr.

Liebe Freunde, unsere Kinder wachsen durch Gottes Hilfe gut heran. Jeden Tag entwickeln sie sich weiter, und wir sehen eine positive Veränderung. Unter den 15 Kindern, die unter 16 Monate alt sind im Babyhaus, fangen viele an zu krabbeln, einige wenige können schon gehen. Wir freuen uns an ihnen wenn sie im Tagesraum auf dem Teppichboden spielen, jedes Kind bemüht sich entsprechend seinen Fähigkeiten und gibt seine eigenen Laute von sich. Es ist wie ein schöner anziehender Garten. Wenn du ihnen zuschaust wie sie sich entwickeln, willst du gar nicht mehr von ihnen fort. Beim Essengeben möchte jeder der erste sein. Die schon krabbeln können oder gar laufen, sind am ersten am Essensplatz und jedes Kind macht sich laut bemerkbar um gehört zu werden.

Die über 16 Monate alten Kinder, die im mittleren Haus leben, können schon sprechen und sich erklären und die Betreuerin rufen, wenn einige etwas daneben tun. Sie können allein essen, nur wenige brauchen Hilfe. Sie spielen gerne im Freien, gehen gern spazieren. Zur Zeit bemühen sie sich zu singen: „Gott ist die Liebe" und ein Tischgebet zu sprechen. Sie bemühen sich, für die Betreuerin etwas zu tragen, auch wenn es eine Schüssel ist. Dabei singen sie „trage, trage" und bringen sie an den richtigen Platz.

Die über Zweijährigen, die im dritten Haus leben, gehen in den Kindergarten und in den Kindergottesdienst. Den mögen sie sehr gerne. Am Samstag fangen sie an zu fragen: „Gehen wir morgen in den Kindergottesdienst?" Und sie erinnern sich an die Geschichte vom vorigen Sonntag. Sie machen die Kindergottesdiensthelferin nach und stellen Fragen wie diese. Sie merken sich alles sehr gut, auch das, was sie im Kindergarten gelernt haben. Sie spielen vieles nach und machen auch die Betreuer nach. Wenn sie allein sind, ahmen sie jede Betreuerin nach, wie sie spricht, ruft usw. Sie dürfen nur nicht merken, dass man zuhört. Man kann dann beobachten, wer der oder die Leiterin ist, wer die großen Sprecher usw.

Neben diesen erfreulichen Dingen, gibt es auch unter den Kindern solche, die lebenslang krank sind. Obwohl es jetzt Medikamente zur Hilfe gibt und wir hoffen, dass sie für lange Zeit ohne Beschwerden sind, tut es uns weh, wenn sie täglich viele Medikamente einnehmen müssen. Wir haben auch Kinder, die wir immer wieder ins Krankenhaus zur Kontrolle bringen müssen, damit sie die rechte Behandlung erhalten. Das sind Kinder, die Anzeichen von Epilepsie zeigen oder von Hautkrankheiten.

Liebe Freunde und Paten unserer Kinder, wir haben verschiedene Projekte wie Viehwirtschaft, einen Bananenhain, Gemüsegarten und Wiesen für das Vieh. Zurzeit ist das Vieh unbefriedigend untergebracht, denn der provisorische Stall geht kaputt. Er sollte eigentlich außerhalb des Geländes sein. Aber wir hoffen, dass Gott uns eine Tür auftut, dass wir das Vieh an einem guten Ort unterbringen können und wir von den Tieren Milch und Fleisch zur Gesundheit der Kinder erhalten. Im Übrigen wachsen die Bananen und das Gemüse sehr gut.

Unsere lieben Freunde, wir danken sehr, dass wir einen Kindergarten bauen konnten. Das Gebäude selbst ist zum großen Teil fertig. Jetzt müssen noch die Außenanlagen, Wege und Spielplatz, angelegt werden, und ein Zaun gezogen werden, dass die Kinder niicht von außen gestört werden.

Liebe Freunde und Paten der Kinder. wo Erfolg ist, fehlt auch das Schwierige nicht. Wir danken Ihnen sehr, dass Sie es uns ermöglichen, die Kinder mit Freuden zu betreuen. Ohne Gebete und ohne Unterstützung könnten wir den Kindern nicht in diesem Maße helfen. Wie ich vorher kurz erklärt habe, gibt es einiges, was uns hindert, den Kindern ihre Bedürfnisse zu erfüllen, wie gut untergebrachtes Vieh, Heizung in den Kinderhäusern in der kalten Jahreszeit und die Außenanlagen um den Kindergarten.

Ihr Lieben, wir danken Euch sehr. Wir wünschen Euch einen schönen, gesegneten Advent. Gott segne Ihre Familien. Wir laden Sie herzlich ein in die Ushirika wa Neema und ins Kinderheim.

In der Liebe Christi, Sr. Agnes Lema

für die Kinder und die ganze Hausgemeinschaft.