Es gibt fragen, warum es die Reihe »philippustöne« nicht mehr gibt.

Günter Bauer, der maßgeblich an der Organisation beteiligt war, hat dazu im Gemeindebrief einen Beitrag geschrieben, den wir hier auch veröffentlichen, damit Menschen von außerhalb unserer Kirchengemeinde informiert sind.

 

Alles hat seine Zeit – Abschied von den „Philippus-Tönen“

Vor über zehn Jahren begannen einige interessierte Gemeindeglieder und Gäste damit, Konzerte in der Philippuskirche zu organisieren. Unmittelbarer Anlass war das Bemühen, auf diese Weise die damals anstehende Sanierung des Kirchenraums finanziell zu unterstützen. Aber es war uns auch ein Anliegen, die Kirche auf diese Weise für Menschen zu öffnen, die „normalerweise“ nicht dorthin kommen.
Inzwischen sind es mehr als 50 Konzerte geworden. Die genannten Ziele wurden erreicht, und viele erinnern sich sicherlich an eindrucksvolle Momente.
Warum also nun „Abschied“ von den Philippus-Tönen?
Ganz einfach: Selbst sehr moderate Honorarvorstellungen der auftretenden Künstler (obwohl die ja von ihrer Kunst leben – es ist ihr Beruf!) und das selbstverständlich kostenfreie Engagement aller, die die Konzerte als solche, vor allem aber die beliebten kulinarischen Pausen vorbereiten, führen angesichts zurückgehender Zuschauerzahlen dazu, dass wir finanziell kaum über Runden kommen – erst Recht sind die Zeiten, in denen ein Konzert wirklich eine spürbare Einnahme für die Gemeinde darstellte, lange vorbei.
Wenn man dann (nota bene in Westheim, das nicht gerade als sozialer Brennpunkt gilt), auch noch hört, dass Eintritt bei Konzerten in Kirchen generell nicht angemessen sei (von denselben Leuten, die im Parktheater für dieselben (oder schlechtere) Musiker das Doppelte und in München das Dreifache bezahlen!), kommt man bei allem Enthusiasmus für die Kunst und die Kirche irgendwann nicht mehr an der Erkenntnis vorbei, dass die Menschen, für die wir die Reihe angeboten haben, offenbar andere Präferenzen haben und wir unsere zeitlichen und mitunter auch finanziellen Ressourcen anderweitig sinnvoller einsetzen.
Alles hat seine Zeit – die der Philippustöne war auch für uns, die wir sie organisiert haben, eine gute Zeit! Wir denken gerne daran zurück und hoffen, dass es den Zuhörern genau so ergeht.

Günter Bauer